Saudi-Arabien und Mohammed bin Salman, der 41-jährige Kronprinz des Landes, stehen vor ernsthaften Herausforderungen aufgrund der Verschärfung der geopolitischen und wirtschaftlichen Druck. Die Schließung der wichtigen Ost-West-Pipeline und die Ausweitung der Konflikte in der Region haben erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklungspläne des Landes, insbesondere im Bereich Wirtschaft und Ölproduktion.
Auswirkungen des Krieges und der Angriffe von Ansar Allah
Der Krieg zwischen den USA und dem Iran ist zu einem kritischen Punkt für Saudi-Arabien geworden. Während Saudi-Arabien zu Beginn der Konflikte von Gegenangriffen verschont blieb, sieht es sich nun einer Zunahme von Angriffen der Ansar Allah-Kräfte im Jemen auf Energieinfrastruktur und westliche Städte des Landes gegenüber. Diese Angriffe, insbesondere nach der Eroberung weiterer Gebiete im Jemen, einschließlich des Hafens von Mocha, haben die Kontrolle von Ansar Allah über lebenswichtige Wasserwege verstärkt. Zudem haben Drohnenangriffe, die laut Riad von mit Teheran verbundenen Gruppen im Irak durchgeführt wurden, zur vollständigen Stilllegung der Ost-West-Pipeline geführt.
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Notstand in den Städten und wirtschaftliche Auswirkungen
Die Situation in den westlichen Städten Saudi-Arabiens hat einen neuen Krisenpunkt erreicht. Am Dienstag gaben die Sicherheitsbehörden Saudi-Arabiens eine Luftwarnung für die Städte Jeddah, Mekka und die historische Region Al-Ula bekannt. Die Schließung der Ost-West-Pipeline hat die Ölproduktion Saudi-Arabiens erheblich reduziert, und es wird erwartet, dass diese Pipeline für etwa sechs Wochen außer Betrieb sein wird. Dies könnte zu einem Rückgang von Dutzenden Milliarden Dollar bei den Exporterlösen Riad führen und den globalen Inflationsdruck verstärken.
Obwohl Saudi-Arabien über Währungsreserven und einen Staatsfonds von 1,4 Billionen Dollar verfügt, zeigen wirtschaftliche Bewertungen, dass die Dollar-Anleihen des Landes zu den schlechtesten Leistungen auf den Schwellenmärkten gehören. In diesem Zusammenhang hat Tarek Youssef, ein leitender Mitarbeiter des Middle East Council, die aktuelle Situation als äußerst besorgniserregend beschrieben und auf die Notwendigkeit grundlegender Entscheidungen hingewiesen.
Mohammed bin Salman sucht mit der Bitte um militärische Unterstützung von den Vereinigten Staaten und Großbritannien nach einer Lösung für diese Krise. Aufgrund der sensiblen politischen Lage in den USA ist jedoch die Bereitschaft zur direkten Intervention begrenzt. Außerdem hat der saudische Kronprinz Ägypten besucht und sich mit Abdel Fattah el-Sisi getroffen, um über die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt im Roten Meer zu diskutieren.
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