Sihanouk Dibo, Mitglied des Rates für die Beziehungen der Kurden in Syrien, erklärte, dass die gegenwärtige Phase in Syrien nicht nur eine Zeit sein sollte, um die Absichten von Damaskus und der kurdischen Bewegung zu testen, sondern forderte den Beginn eines echten und umfassenden Dialogs. Er betonte, dass dieser Dialog die Anerkennung der Rechte der Kurden, die Bestimmung der Staatsform, die Gewährleistung der Bürgerrechte und schließlich die Ausarbeitung eines neuen sozialen Vertrags in Syrien umfassen sollte.
Die Notwendigkeit, die Kurdenfrage zu beachten
Dibo äußerte in einem Interview, dass das neue Damaskus von "neuem Syrien" und "Rechten für alle" spricht. Diese Rhetorik erfordert, dass die Kurdenfrage als politisches und historisches Thema betrachtet wird und nicht nur im Rahmen einer Sicherheits- und Verwaltungsangelegenheit behandelt wird.
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Er fügte hinzu, dass die Kurdenfrage nicht nur auf Themen wie die Integration von Kräften und Institutionen oder die Rückkehr von Mitarbeitern beschränkt werden sollte, sondern auch über die politischen und historischen Wurzeln dieses Problems diskutiert werden muss.
Die Notwendigkeit eines Kurswechsels in Damaskus
Laut Dibo ist die kurdische Bewegung in den Dialog eingetreten, während sie auf die Anerkennung der Rechte der Kurden wartet. Er ist der Ansicht, dass Damaskus, bevor es die Anerkennung dieser Rechte anstrebt, auf eine "vollständige Kapitulation" der anderen Seite wartet, was diese Gleichung für die gegenwärtige Phase unangemessen macht.
Dibo betrachtete die Anerkennung der Rechte der Kurden in der Verfassung, die Bestimmung der Staatsform in Syrien und die Gewährleistung der Bürgerrechte als die wichtigsten Themen, die im Dialog geklärt werden müssen. Er betonte, dass man von allgemeinen Ausdrücken wie "Rechte für alle" abweichen und in der syrischen Verfassung die Existenz der kurdischen Nation sowie ihre sprachlichen, kulturellen und politischen Rechte klar anerkennen sollte.
Dibo betrachtete auch die Dezentralisierung und die Form des zukünftigen Staates Syrien als eines der Hauptstreitpunkte und fragte, ob Syrien weiterhin ein vollständig zentralisierter Staat bleiben wird oder sich in Richtung einer "breiten syrischen Dezentralisierung" bewegen wird, die die echte Beteiligung verschiedener Gruppen gewährleistet.
Er forderte schließlich die Ausarbeitung einer neuen Verfassung, die die sprachlichen, kulturellen und nationalen Rechte der Kurden gewährleistet, und betonte, dass die Staatsbürgerschaft im neuen Syrien auf Beteiligung und Vertretung basieren sollte, nicht auf Quoten.
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