Seyyed Reza Salehi Amiri, der Minister für kulturelles Erbe, Tourismus und Handwerksindustrie der Islamischen Republik Iran, berichtete bei einem Treffen mit Yasser Abdul Zahra Al-Hujjaj, dem Botschafter des Irak, über die Zielsetzung zur Erhöhung des jährlichen Austauschs von Touristen zwischen Teheran und Bagdad auf 10 Millionen Personen. Dieses Treffen fand am 23. September statt und war der Erörterung von Wegen zur kulturellen und touristischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern gewidmet.
Bestehende Vereinbarungen und touristische Potenziale
Salehi Amiri wies auf die getroffenen Vereinbarungen zwischen den Regierungschefs der beiden Länder hin und erklärte, dass derzeit etwa 3 Millionen und 600 Tausend Touristen aus dem Irak nach Iran reisen und in ähnlichem Maße auch iranische Bürger in den Irak reisen. Er fügte hinzu, dass diese Zahlen die religiösen und mystischen Ereignisse der Arbaeen-Husseini nicht berücksichtigen, bei denen über 7 Millionen Pilger registriert wurden und die als eine Bewegung über den wirtschaftlichen Tourismus hinaus betrachtet wird.
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Der Minister für kulturelles Erbe stellte klar, dass die Zielsetzung zur Erhöhung des Austauschs von Touristen auf 10 Millionen Personen pro Jahr mit einer jährlichen Wachstumsrate von 1,5 Millionen Touristen als Priorität betrachtet wird. Diese Zielsetzung erfolgt im Einklang mit dem Vorschlag des Premierministers des Irak zur Förderung des wirtschaftlichen und touristischen Aufenthalts zwischen den beiden Ländern.
Umfassendes Tourismuspaket und neue Projekte
Salehi Amiri berichtete auch über die Ausarbeitung eines umfassenden Tourismuspakets und fügte hinzu: „Unter der Strategie 'Iran, der Beginn jeder Geschichte' haben wir 10 große touristische Routen definiert, von denen eine die historische Sassanidenroute ist. Dieses gemeinsame Projekt kann neue Horizonte im Bereich des historischen Geotourismus eröffnen.“
Er betonte die Notwendigkeit, neue touristische Ziele zu nutzen, und sagte: „Wir müssen historische und religiöse Ziele wie das alte Babylon in die touristischen Pilgerpakete aufnehmen. Auch die Erleichterung des grenzüberschreitenden Verkehrs von privaten Fahrzeugen irakischer Familien über die Grenzen Ilam, Kermanshah und Khuzestan kann eine einzigartige Gelegenheit zur Steigerung des Tourismus bieten.“
Im Bereich des maritimen Tourismus wurde auch eine Verbindungslinie von Khuzestan nach Basra vorgesehen. Salehi Amiri berichtete außerdem über die Einführung einer ähnlichen Währungskarte wie die Visa-Karte im Bankennetz des Landes, die die Herausforderungen der Geldtransaktionen für Touristen beseitigen kann.
Der Minister für kulturelles Erbe verwies auch auf die Errungenschaften Irans im Bereich Gesundheit und Medizin und berichtete über die Einführung eines nationalen Gesundheitstourismus-Systems, das zur besseren Verwaltung von Kosten und medizinischen Dienstleistungen für Touristen beitragen kann.
Yasser Abdul Zahra Al-Hujjaj, der Botschafter des Irak in Teheran, betonte ebenfalls in diesem Treffen die Bedeutung der kulturellen und historischen Verbindungen zwischen den beiden Ländern und sagte: „Die vertraglichen geografischen Grenzen sind im Vergleich zu den tiefen kulturellen und religiösen Verbindungen zwischen Iran und dem Irak bedeutungslos.“ Er begrüßte die gemeinsamen Tourismusprojekte und betonte die Notwendigkeit, einen verbindlichen Entwurf und rechtliche Rahmenbedingungen zur Förderung der touristischen Kapazitäten zu erstellen.
Der Botschafter des Irak wies auch auf die Entwicklungsorientierung der irakischen Regierung hin und sagte: „Der Premierminister des Irak hat die grundlegende Priorität der Regierung auf der Grundlage nachhaltiger wirtschaftlicher und kultureller Partnerschaften festgelegt, und die Anwesenheit von über 3 Millionen Touristen pro Jahr ist der Beginn eines Weges, der auf 10 Millionen Personen anwachsen sollte.“
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