Die Ibrahimi-Moschee in der Stadt Hebron im Westjordanland wurde am Mittwoch aufgrund von "Sicherheitsmaßnahmen" der israelischen Armee für muslimische Gläubige geschlossen. Diese Maßnahme wird bis zum Abend des folgenden Donnerstags andauern und erfolgt unter dem Vorwand jüdischer Feierlichkeiten.
Verurteilung des palästinensischen Ministeriums für Awqaf
Das Ministerium für Awqaf und religiöse Angelegenheiten der Palästinenser hat diese Schließung scharf verurteilt und internationale und menschenrechtliche Organisationen aufgefordert, umgehend zu intervenieren, um die "systematischen Verstöße" gegen diese Moschee zu stoppen und die Freiheit des Zugangs für Muslime zu gewährleisten.
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Militärische Maßnahmen und Auswirkungen auf Schulen
Matrasim Abusnin, der Direktor der Ibrahimi-Moschee, erklärte, dass diese Schließung Teil der "anhaltenden Spannungen und Bemühungen um die Aneignung dessen, was von dieser Moschee übrig geblieben ist" sei. Er betonte, dass die Ibrahimi-Moschee "ein Ort ist, der ausschließlich islamisch ist" und bezeichnete die jüngsten Maßnahmen als "offensichtlichen Übergriff auf die Religionsfreiheit", die gemäß internationalen Konventionen geschützt werden sollte.
Zusätzlich zur Schließung der Moschee haben die israelischen Streitkräfte militärische Maßnahmen rund um die Moschee verstärkt und alle Kontrollpunkte sowie elektronischen Tore, die zu ihr führen, blockiert. Diese Maßnahmen haben den Zugang für Schüler und Lehrkräfte der Ibrahimi-Schule (Jungen) und der Al-Faiha-Schule (Mädchen) erheblich gestört und zu einem vollständigen Unterrichtsstopp an der Ibrahimi-Schule sowie zu Störungen im Unterricht an der Al-Faiha-Schule geführt.
Geschichtlicher Hintergrund der Ibrahimi-Moschee
Die Ibrahimi-Moschee befindet sich in der Altstadt von Hebron, die vollständig unter israelischer Kontrolle steht, und etwa 400 Siedler leben dort, die von fast 1.500 israelischen Soldaten geschützt werden. Im Jahr 1994 teilte Israel die Moschee und wies 63 Prozent davon den Juden und 37 Prozent den Muslimen zu, nach einem Massaker, das von einem israelischen Angreifer verübt wurde und 29 palästinensische Gläubige tötete.
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