Rodrigo Duterte, der ehemalige Präsident der Philippinen, erschien am Mittwoch persönlich vor dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag. Dies ist das erste Mal, dass Duterte seit seiner Überstellung zum Gericht im letzten Jahr persönlich an einer Gerichtsverhandlung teilnimmt.
Gerichtstermin und Gesundheitszustand
Duterte, 81 Jahre alt, nahm an einer Sitzung teil, die den notwendigen Vorbereitungen für seinen Prozess gewidmet war. In dieser Sitzung wurden Themen wie sein Gesundheitszustand und seine Fähigkeit, am Gerichtsverfahren teilzunehmen, erörtert. Dutertes Anwälte haben behauptet, dass kognitive Beeinträchtigungen seine Fähigkeit, im Gericht zu stehen, beeinträchtigt haben.
Mehr lesen: Hazem al-Assad: Der Angriff auf Mekka ist eine alte und wiederholte Lüge
Duterte hatte an seinem ersten Gerichtstermin im März 2025 per Video teilgenommen und danach aufgrund gesundheitlicher Probleme mehrere Sitzungen verpasst. Seine Verteidigung hat auf gesundheitliche Probleme hingewiesen und damit seine Abwesenheit bei den Sitzungen gerechtfertigt.
Vorwürfe und Gerichtsverfahren
Duterte sieht sich drei Anklagen wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit gegenüber. Diese Vorwürfe beziehen sich auf die Tötung von Personen während seiner Drogenbekämpfungskampagne in den Jahren 2011 bis 2019, einer Zeit, in der er als Bürgermeister von Davao City und später als Präsident der Philippinen tätig war.
Der Prozess gegen Duterte soll am 30. November beginnen, wenn die Anklagen offiziell vor Gericht gebracht werden. Gerichtsdokumente zeigen, dass die Staatsanwälte in den letzten Wochen weiterhin Beweismaterial und andere Dokumente im Zusammenhang mit dem Prozess vorgelegt haben und die Vorbereitungen für die Durchführung des Verfahrens voranschreiten.
Duterte wird seit März 2025 im ICC-Gefängnis in Den Haag festgehalten, nachdem er in Manila festgenommen und in die Niederlande überstellt wurde.
Mehr lesen: Hashim Thaci, der ehemalige Präsident des Kosovo, wurde zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt · Das Gericht in Bangladesch verurteilte sieben entlassene Berater der Premierministerin Sheikh Hasina zum Tode



