Eine ältere Frau mit einer fortschreitenden motorischen Neuronerkrankung in Michigan ist in der Lage, mit ihrer Gehirnaktivität Wörter zu erzeugen, auf offene Fragen zu antworten und über eine experimentelle Gehirn-Computer-Schnittstelle mit ihrer Familie zu kommunizieren. Diese Technologie wurde von dem Neurotechnologieunternehmen Paradromics vorgestellt.
Details zur Connexus-Technologie
Diese Frau, die in ihren sechziger Jahren ist, ist die erste Teilnehmerin, die die Connexus Gehirn-Computer-Schnittstelle des Unternehmens im Rahmen einer frühen Machbarkeitsstudie namens Connect-One erhalten hat. Im Gegensatz zu früheren Übungen, bei denen Teilnehmer vorgegebene Sätze der Forscher reproduzieren mussten, konnte diese Frau selbst entscheiden, was sie sagen möchte. Das System hat die neuronalen Aktivitäten, die mit ihrer gewünschten Sprache verbunden sind, entschlüsselt und sie in Text und synthetisierte Sprache in Echtzeit umgewandelt.
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Kommunikation mit Enkeln und positive Emotionen
Als die Funktion der freien Sprache aktiviert wurde, war der erste Satz, den sie unabhängig wählte: "Ich habe viele Dinge zu sagen." Paradromics gab bekannt, dass dieser Satz fehlerfrei entschlüsselt wurde. Während derselben Sitzung nutzte sie das Gerät, um in einem Live-Anruf mit ihren Enkeln zu sprechen, stellte ihnen Fragen und gab Antworten über die vom System erzeugte Stimme.
Der Gründer und CEO von Paradromics, Matt Angle, sagte in einer Erklärung: "Sie bestimmt, was sie sagen möchte, und das System ermöglicht es ihr, dies auszudrücken."
Diese Frau leidet stark an Dysarthrie, einem Zustand, der das Sprechen erschwert, hat jedoch immer noch eine begrenzte Fähigkeit zu sprechen. Ihr Ehemann kann sie normalerweise verstehen, während die Kommunikation mit anderen zunehmend schwierig geworden ist.
Dr. Matthew Wills, Neurochirurg an der Universität Michigan, fragte sie, welchen Rat sie jemandem geben würde, der an einer Implantation und Operation interessiert ist. Sie antwortete über das Gerät: "Habt keine Angst. Es ist eine großartige Erfahrung, die anderen helfen kann."
Paradromics gab bekannt, dass jedes Wort, das sie sagen wollte, korrekt entschlüsselt wurde. Wills betrachtete dieses Ergebnis als einen großen Fortschritt in den Bemühungen, Menschen mit sprachbeeinträchtigenden Bedingungen zu unterstützen.
Das Connexus-System umfasst 421 Mikroelektroden, die die Aktivitäten einzelner Neuronen aufzeichnen. Die Signale werden an einen kleinen Transceiver übertragen, der im Brustkorb des Teilnehmers implantiert ist, und über gesunde Haut an einen Empfänger und einen externen Computer gesendet.
Die Forscher untersuchen die Veränderungen der neuronalen Aktivität des Teilnehmers, während sie zuhört, sich vorbereitet zu sprechen, versucht zu sprechen und die Sprache intern produziert. Paradromics hat verschiedene Muster identifiziert, die mit dem Versuch zu sprechen und imaginärem Sprechen verbunden sind.
Diese Ergebnisse zeigen nicht, dass das Gerät ungewollte Gedanken passiv lesen kann, sondern beziehen sich auf die Sprache, die der Teilnehmer absichtlich während struktureller Forschungsaufgaben produziert hat.
Diese Frau erhielt im Juni dieses Jahres das Connexus-Implantat an der Universität Michigan Health. Sie wird sechs Jahre lang überwacht, damit die Forscher die langfristige Sicherheit, Haltbarkeit und die Fähigkeit des Geräts zur Wiederherstellung von Kommunikation und zur Steuerung eines Computers bewerten können.
Die US-amerikanische Food and Drug Administration erteilte Paradromics im November 2025 eine Forschungsbewilligung für diese Studie. Diese Genehmigung erlaubt es, das experimentelle Gerät an Menschen zu untersuchen, bedeutet jedoch nicht die Genehmigung für die öffentliche oder kommerzielle Nutzung.
Die Studie wird an der Universität Michigan Health, der Universität Davis und dem Brigham and Women's Hospital Neuroscience Institute durchgeführt. Da die Ergebnisse von der ersten Teilnehmerin in dieser Studie stammen, sind die Ergebnisse weiterhin vorläufig.
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