Der chinesische Außenminister, Wang Yi, forderte während seines Treffens mit Abbas Araghchi, dem stellvertretenden Außenminister Irans, die beiden Länder auf, zum Islamabad-Abkommen (Memorandum of Understanding) zurückzukehren. Dieses Treffen fand statt, während der Präsident Chinas, Xi Jinping, nächste Woche mit seinem amerikanischen Amtskollegen, Donald Trump, in Washington zusammentreffen wird.
Betonung gemeinsamer Interessen
Wang erklärte in diesem Treffen, dass die Fortdauer der Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran für keine der Parteien und die internationale Gemeinschaft von Vorteil sei. Er fügte hinzu: „China fordert Iran und die Vereinigten Staaten auf, Vernunft und Vorsicht zu bewahren und so schnell wie möglich zum Islamabad-Abkommen zurückzukehren, um den Verhandlungsmechanismus auf der Grundlage vorheriger Vereinbarungen wiederherzustellen und bedeutungsvolle Konsultationen zu den relevanten Themen durchzuführen.“
Hintergrund des Islamabad-Abkommens
Das Islamabad-Abkommen, das im Juni mit Vermittlung von Pakistan und Katar unterzeichnet wurde, wird als ein Versuch zur Verringerung der Spannungen und zur Schaffung einer Plattform für Verhandlungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten angesehen. Dieses Abkommen wurde nach den umfangreichen Angriffen der Vereinigten Staaten und Israels auf Iran am 28. Februar unterzeichnet. Zu diesem Zeitpunkt zielten die USA und Israel auf Regierungsgebäude, militärische Einrichtungen, Raketeninfrastruktur und Luftverteidigungssysteme Irans ab.
Als Antwort auf diese Angriffe führte Iran ebenfalls Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel und amerikanische Stützpunkte in der Region durch. Diese Konflikte breiteten sich schnell auf regionaler Ebene aus, und diplomatische Bemühungen zur Beendigung dieser Feindseligkeiten dauern weiterhin an.
China hat als einer der größten Ölimporteure Irans enge Beziehungen zu diesem Land und die beiden Länder halten an einer „umfassenden strategischen Partnerschaft“ fest, die hauptsächlich auf wirtschaftlichen Beziehungen und ermäßigten Energieimporten basiert. Das Volumen des bilateralen Handels erreichte im vergangenen Jahr über 41 Milliarden Dollar.
Das kürzliche Treffen von Wang und Araghchi in Peking war das zweite persönliche Gespräch zwischen ihnen in der chinesischen Hauptstadt seit Beginn der jüngsten Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten. Dieses Treffen findet vor dem bevorstehenden Gipfeltreffen von Xi Jinping und Donald Trump in Peking statt.
Mehr lesen: Oppositionsparteien in Schweden versuchen, die Neigung zur Rechten zu stoppen · Das Repräsentantenhaus der USA hat einen Plan für militärische Kräfte gegen Iran genehmigt



