Die US-Regierung hat in ihren neuesten Äußerungen Iran als "möglichen Verursacher" des Angriffs auf eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien benannt. Dieser Angriff, der am Donnerstag von mehreren Drohnen aus dem Irak durchgeführt wurde, führte zu Schäden und einer vorübergehenden Schließung der Pipeline.
Trumps Warnungen und geheime Kontakte
Die saudische Regierung gab am Freitag bekannt, dass die Pipeline als Vorsichtsmaßnahme geschlossen wurde. Donald Trump, der Präsident der Vereinigten Staaten, sagte während seines Besuchs in Irland in Antwort auf Fragen von Journalisten: "Ich denke, sie sind es wahrscheinlich", und wies darauf hin, dass er Kontakt mit Mohammed bin Salman, dem saudischen Kronprinzen, hatte und ihn als "guten Freund" bezeichnete.
Berichten zufolge hatte bin Salman in zwei Gesprächen mit Trump am Donnerstag um Maßnahmen gegen die Houthi-Gruppe gebeten, die mit Unterstützung Irans in Richtung Rotem Meer vorrückt. Doch Trump wies diese Anfrage zurück.
Verschärfung der Spannungen und neue Bedrohungen
Der Angriff auf die saudische Ölpipeline wird nach den jüngsten Fortschritten der Houthis an den Küsten des Roten Meeres als ein Zeichen für zunehmende Sicherheitsbedrohungen für die Ölressourcen Saudi-Arabiens angesehen. Das Land ist stark auf diese Pipeline angewiesen, um sein Öl auf die globalen Märkte zu transportieren. Besonders seit Beginn des Krieges zwischen den USA und Iran ist diese Pipeline zu einem der entscheidenden Elemente für den Ölexport der Saudis geworden.
Saudi-Arabien sendet etwa 5 Millionen Barrel Öl pro Tag über diese Pipeline zum Hafen Yanbu am Roten Meer, um die Abhängigkeit von der Straße von Hormuz zu verringern, die aufgrund der Bedrohungen durch Iran stark unter Druck steht.
Diese Entwicklungen zeigen erneut die ernsthaften Herausforderungen für Saudi-Arabien bei der Sicherstellung der Sicherheit seiner Energiequellen und es scheint, dass die regionalen Spannungen zunehmen.



