Die Behandlungskosten in Iran haben einen Krisenpunkt erreicht. Dieses Problem ist nicht mehr nur ein wirtschaftlicher Druck; es ist zu einem Faktor geworden, der bestimmt, wer seine Behandlung fortsetzen kann und wer gezwungen ist, sie zu verschieben oder abzubrechen. Etwa 43 Prozent der gesamten laufenden Gesundheitskosten werden aus der eigenen Tasche der Menschen bezahlt, was die schwere Belastung der Behandlung für die Haushalte zeigt.
Krise der Therapiearmut
Die mehrfachen Preiserhöhungen für Medikamente, der Mangel an Arzneimitteln und die Abnutzung der medizinischen Infrastruktur haben alle eine neue Krise namens „Therapiearmut“ ausgelöst. In dieser Situation ist der Patient nicht mehr nur ein Patient; er wird zu einem wirtschaftlichen Rechner und muss zwischen Medikamenten, Miete und anderen notwendigen Ausgaben wählen. Es gibt ein Rezept, der Arzt ist auch da, aber das Problem ist, dass die Fähigkeit, die Behandlungskosten zu bezahlen, verschwunden ist.
Unter solchen Bedingungen wird ein Teil der Behandlung normalerweise gestrichen. Ein Test wird verschoben, der Arztbesuch entfällt und der Patient verschiebt den Kauf von Medikamenten in der Hoffnung auf eine Verbesserung der Situation. Dieses „vorerst“ ist eines der teuersten Wörter in der Gesundheitsökonomie.
Privatisierung des Krankheitsrisikos
In einem effizienten Gesundheitssystem sollte der Patient über die Diagnose und die Behandlungsmethode entscheiden; nicht, dass er vorher auf sein Bankkonto schaut, um zu sehen, ob er sich die Medikamente leisten kann oder nicht. Diese Situation hat die Gerechtigkeit in der Behandlung stark beeinträchtigt. Während Reiche private Behandlungen kaufen können, haben einkommensschwache Familien und Rentner keinen Sicherheitsraum.
Die eigentliche Krise besteht darin, dass die Anzahl der Personen, die sich die Behandlung leisten können, kontinuierlich abnimmt. In dieser Situation werden Medikamente teuer, aber der Anteil der Behandlung im Leben der Menschen wird besorgniserregend billig. Eine Gesellschaft, deren Menschen gezwungen sind, notwendige Lebenshaltungskosten oder die Behandlung selbst zu streichen, steht vor einer Krise des Zugangs zur Gesundheit.



