Saudi-Arabien hat derzeit etwa 93 Prozent der Investitionen in E-Commerce in den Ländern des Golf-Kooperationsrates (GCC) bis 2025 übernommen und sich zu einer der Hauptmächte in der digitalen Wirtschaft entwickelt. Diese Zahl ist von 46 Prozent im Jahr 2021 erheblich gestiegen und zeigt die wachsende Rolle dieses Landes bei der Gestaltung der Zukunft des E-Commerce in der Region.
Wachstumsmöglichkeiten im Einzelhandel
Trotz dieser Erfolge bleibt der Einfluss des E-Commerce im Einzelhandel des Golfraums begrenzt, was bedeutet, dass es viel Raum für Wachstum in den kommenden Jahren gibt. In diesem Zusammenhang zeigen die Ergebnisse der Sitzung „Neue Geografie des Wachstums“, die von RLC Global Forum und Selfridges in London organisiert wurde, dass der Einfluss des E-Commerce in diesem Sektor nur 11 Prozent beträgt.
Die Golfregion stärkt kontinuierlich ihre Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des globalen Marktes für Luxusgüter, eine Bewegung, die durch starke inländische Nachfrage, nachhaltige Investitionsströme und ein wachsendes Interesse an globalen Märkten vorangetrieben wird. In dieser Sitzung wurden Diskussionen geführt, die zeigen, dass die Investitionen in E-Commerce allmählich über den Einzelhandel hinausgehen und sich auf die Bereiche Logistik, Auftragsabwicklung und digitale Infrastruktur ausdehnen.
Herausforderungen und zukünftige Investitionen
Panos Linardos, Vorsitzender des RLC Global Forum, wies darauf hin, dass die Wachstumsmöglichkeiten in Märkten, Sektoren und Unternehmen zunehmend ungleich verteilt sind und die Investitionen selektiver werden. Er betonte die Bedeutung des Verständnisses der Faktoren, die das schnelle Wachstum in bestimmten Sektoren und Unternehmen fördern, während andere mit geringeren Wachstumsraten konfrontiert sind.
Deborah Aitken, Senior Retail Analyst bei Bloomberg Intelligence, sagte: „Wir sehen immer noch Wachstum in den Golfstaaten, obwohl dieses Wachstum sich anders entwickeln wird als in der Vergangenheit. Es wird erwartet, dass sich die Verbesserung des Tourismus mehr Zeit nehmen wird, während die inländischen Investitionen und die Ansiedlung regionaler Investitionen weiterhin zunehmen.“



