Landesweite Proteste in Syrien haben nach der plötzlichen Entscheidung von Abu Muhammad al-Julani, dem Präsidenten der syrischen Regierung, zur Erhöhung des Treibstoffpreises um 40 Prozent begonnen. Diese Maßnahme hat eine Welle der Unzufriedenheit und öffentlichen Wut im ganzen Syrien ausgelöst, und Berichten zufolge haben Tausende von Demonstranten von Aleppo und Hama bis zu ländlichen Gebieten in Raqqa, Deir ez-Zor und Hasaka gegen diese Entscheidung protestiert.
Welle der Proteste und Reaktionen
Die Demonstranten sind auf die Straßen gegangen, haben Reifen verbrannt und wichtige Straßen, einschließlich der strategischen M4-Autobahn, blockiert, und forderten den Sturz der Regierung. Diese Proteste, die schnell zu einem Aufruf zu einem allgemeinen Streik und Slogans gegen die Regierung al-Julani führten, werden als die umfangreichsten Welle von Volksprotesten seit dem Sturz von Bashar al-Assad im Dezember 2024 angesehen.
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Wirtschaftliche und soziale Dimensionen der Krise
Die Preiserhöhung für Treibstoff, die Benzin und Diesel umfasst, ist nicht nur ein Preisschock, sondern ein Zeichen für strukturelle Ineffizienzen in Syrien nach Assad. Während regierungsfreundliche Medien den Fokus auf den Wiederaufbau und die Bauprojekte legen, zeigen die wirtschaftlichen Realitäten die Tiefe der Lebenskrise und Armut unter den Menschen. Zum Beispiel ist der Preis für ein Paket subventioniertes Brot von 400 Lira zur Zeit von Bashar al-Assad auf 4.000 Lira gestiegen.
Über 90 Prozent der syrischen Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze, und die Behauptung des Energieministeriums über eine "vorübergehende Preisanpassung" hat die Wut der Menschen weiter vertieft. Die jüngsten Proteste haben nicht nur wirtschaftliche Dimensionen, sondern auch die Governance-Probleme in Syrien unter der Kontrolle von Hay'at Tahrir al-Sham aufgezeigt. Die Regierung al-Julani hat anstelle einer neuen und vereinten Syrien eine Regierung präsentiert, die unfähig ist, nationale Souveränität auszuüben.
Politische und sicherheitspolitische Folgen
Die landesweiten Proteste im September 2026 in Syrien zeigen das Ende der Hochzeitsreise der Regierung al-Julani. Die öffentliche Wut aufgrund von Lebenshaltungsproblemen, Inflation und geopolitischer Unsicherheit ist zu einer ernsthaften Herausforderung für diese Regierung geworden. Die syrische Gesellschaft hat nun erkannt, dass die Versprechen der Regierung bezüglich Wohlstand und Sicherheit in der Realität zu einem bitteren Scherz geworden sind.
In der gegenwärtigen Situation steht die Regierung al-Julani vor zwei Optionen: eine verstärkte Repression der Demonstranten, die möglicherweise zu einer erneuten Ausbreitung des Bürgerkriegs führen könnte, oder ein Rückzug und der Verlust ihrer Legitimität. Solange diese Regierung nicht über die Fähigkeit zur nationalen Verteidigung und Autorität verfügt, wird jeder Entwicklungs- und Reformplan zu einem inhaltslosen Papier verkommen.
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