Friedman äußerte sich in einem Gespräch mit den Medien zur Situation der Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien und erklärte, dass selbst die Bedrohung durch die Houthi nicht zur Verbesserung dieser Beziehungen beitragen kann. Diese Äußerungen wurden gemacht, nachdem Nachrichtenquellen berichteten, dass Mohammed bin Salman, der Kronprinz von Saudi-Arabien, auf der Suche nach militärischer Hilfe von den Vereinigten Staaten ist, um den Bedrohungen durch die Houthi zu begegnen.
Gespräch von bin Salman mit dem Kommandeur von Centcom
Bin Salman sprach am Montag in Jeddah mit Admiral Brad Cooper, dem Kommandeur von Centcom. Es ist jedoch noch unklar, inwieweit Riad andere Optionen für militärische Unterstützung in Betracht gezogen hat. Friedman wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es angesichts der aktuellen Sicherheitslage sinnvoll erscheint, eine Zusammenarbeit zwischen Israel und Saudi-Arabien zu schaffen, da beide Länder mit einer gemeinsamen Bedrohung durch den Iran konfrontiert sind.
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Dennoch betonte er, dass eine solche Zusammenarbeit unter den gegenwärtigen Umständen eher unwahrscheinlich ist. Friedman fügte hinzu, dass alle außenpolitischen Fragen jetzt durch die Brille der Wahlen in Israel betrachtet werden, und daher jede Unterstützung, die Riad von Israel erhält, geheim gehalten werden muss. Er stellte klar, dass diese Unterstützungen nur im Rahmen der Hilfe für die regierende Koalition zur Erlangung von Wahlvorteilen erfolgen werden.
Bemühungen, Saudi-Arabien dem Abraham-Abkommen beizutreten
Während Saudi-Arabien stets betont hat, dass es seine Beziehungen zu Israel nicht normalisieren wird, bis ein palästinensischer Staat gegründet ist, versuchen Tel Aviv und Washington, Riad zu ermutigen, dem Abraham-Abkommen beizutreten. Friedman verwies auf den 25. Platz Saudi-Arabiens im Global Military Power Index 2026 und sagte, dass Riad in den letzten 15 Jahren zunehmend von den Vereinigten Staaten abhängig geworden ist.
Er stellte auch fest, dass diese Abhängigkeit die militärische Stärke Saudi-Arabiens erheblich verringert hat und dazu geführt hat, dass der Krieg des Landes im Jemen seit 2015 insgesamt gescheitert ist. Unter diesen Umständen könnte Saudi-Arabien versuchen, Unterstützung von Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu erhalten, aber Friedman ist der Meinung, dass diese Möglichkeit aufgrund der jüngsten Differenzen zwischen den Saudis und diesen beiden Ländern gering ist.
Friedman wies auf die Unfähigkeit Saudi-Arabiens hin, ausreichende Unterstützung aus dem Mekka-Abkommen zu erhalten, und sagte, dass dieses Abkommen die Bedürfnisse Riad nicht erfüllt hat. Angesichts von Berichten, dass Washington jetzt von der Hilfe für Riad gegen die Houthi absieht, versucht Saudi-Arabien, neue regionale Mächte zu identifizieren.
Er verwies auch auf die Kontrolle der Houthi über die Bab-el-Mandeb-Straße und sagte, dass diese Situation die Ölindustrie Saudi-Arabiens unter Druck setzen könnte. Friedman stellte fest, dass die Houthi zuvor die Ost-West-Pipeline ins Visier genommen haben und diese Bedrohungen den Ölpreis erhöht haben. Mit dem Herannahen der Zwischenwahlen in den USA prognostizierte Friedman, dass die Vereinigten Staaten nicht daran interessiert sein werden, den Krieg auszuweiten, was zu einer Verschärfung der Spannungen seitens des Iran führen könnte.
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